Mittwoch, 1. Juni 2011

Kapitel II.1 - Vom Zweifel zum Test

Bereits ein ganzer Monat ist seit dem letzten Post in diesem Blog vergangen. Vielleicht hat sich so mancher schon gefragt, ob es uns eigentlich noch gibt. Die Antwort ist: Natürlich! Und genauso selbstverständlich ist auch, dass wir diesen Monat nicht tatenlos verbracht haben. Aber eines nach dem anderen.



Die Abstimmung

Erst einmal ein großes Dankeschön an alle, die sich an der Abstimmung zu den Umständen des Spielleitens beteiligt haben. Das war durchaus sehr aufschlussreich. Interessant für uns war vor allem, dass ganze 38% der Leser durchaus den Computer von jemand anderem beim Leiten verwenden. Das hätten wir in der Höhe nicht erwartet, bestätigt uns aber in unseren Entwurfszielen für smartSound: Es muss portabel sein, also auch auf USB-Stick oder externer Festplatte mitgenommen werden können. Die Verwendung am "fremden Computer" und das Vorbereiten zuhause sind sonst nicht möglich.

Die Zweifel

Aber natürlich war das Verfolgen der Abstimmungsergebnisse nicht die einzige Aufgabe, der wir uns gewidmet haben. Nach dem letzten Blogposts, in dem es vor allem um die Plattformunabhängigkeit ging, gab es doch zweifelnde Wortmeldungen, ob das denn alles überhaupt möglich sei. Das stellte uns vor ein Problem: Wir waren uns sicher, dass es gehen müsste, aber getestet hatten wir es nicht. Und wer schoneinmal etwas komplexere Programme geschrieben hat, der weiß ganz genau, in was für vulgäre Ausrufe sich der Satz "Das müsste gehen!" so wandeln kann.

Wir befanden uns also in einer schwierigen Situation. Wir hatten die weitere Fortentwicklung auf die Annahme gebaut, dass wir das mit der Plattformunabhängigkeit schon irgendwie hinkriegen würden. Was sollten wir also nun tun? Wenn wir uns geirrt hätten, wäre jegliche weitere Arbeit, die in das Projekt geflossen wäre, umsonst gewesen.

Die Konsequenz war also, die aktuellen Arbeiten zu unterbrechen. Als nächstes wären Konzeptzeichnungen für die Benutzeroberfläche gekommen - eine Phase mit hoffentlich viel Diskussionspotential. Das ist auch immer noch der nächste Schritt. Aber erst wollten wir den Beweis erbringen, dass wir die Plattformunabhängigkeit meistern können.

Der Prototyp

Was wir also nun getan haben, war einen Technikprototypen zu entwickeln. Ein Technikprototyp ist es gerade, weil er nicht die Funktionalität von smartSound widerspiegeln, sondern nur zum Testen der Soundausgabe dienen soll. Dementsprechend sieht er auch nicht ganz so spektakulär aus:



Das Eingabefeld auf der linken Seite dient dazu, einen Dateipfad einzugeben. Das Feld kann aber auch über die Schaltfläche "Open" mit Hilfe eines üblichen Dateiauswahlfensters gefüllt werden. Start/Stop tut genau das, wonach es klingt.

Die Tests

Das Ziel ist jetzt also, dieses kleine, unscheinbare Programm auf so vielen Computern und Betriebssystemen wie möglich auszuprobieren. Denn es benutzt die gleichen Mechanismen zum Abspielen von Musik, die smartSound später verwenden soll. Jeder, auf dessen Computer der Prototyp also läuft, kann sich recht sicher sein, dass auch smartSound später bei ihm funktionieren wird.

Die bis jetzt erzielten Ergebnisse sind vielversprechend. Unser Highlight war bis jetzt das erfolgreiche Ausführen auf einem Tiny Core Linux, einem gerade mal 10MB großen Betriebssystem. Zwar mussten hier Musiktreiber und Java natürlich nachinstalliert werden (denn die passen nicht in die 10MB), aber das war für uns der Beweis, dass smartSound absolute Minimalanforderungen an das Betriebssystem stellt. Wir danken hier nochmal ausdrücklich "Jens_85" von Rakshazar für die tolle Hilfe und das Durchführen des Tests.

Aber: Wir brauchen noch viel mehr Tester. Und ihr könnt uns helfen. Alles was ihr dazu benötigt, ist ein Computer mit einer installierten Java Virtual Machine, auf Windows in der 32Bit Version (nicht zu verwechseln mit dem Betriebssytem, das kann durchaus eine 64Bit Version sein). Auf MacOS und Linux ist es normalerweise möglich, die JVM speziell im 32Bit Modus zu starten, auch wenn sie normalerweise auf 64Bit läuft . Auf Windows muss die 32Bit Version im Zweifelsfall zusätzlich installiert werden. Die JVM bekommt ihr im Normalfall hier.
Wenn ihr uns also helfen möchtet, seid ihr dazu herzlich eingeladen. Meldet euch einfach unter der Mailadresse am rechten Rand.

Die Ergebnisse

Hier werden wir in einfacher Form die Ergebnisse der bisher durchgeführten Tests präsentieren. Sollten Tests schiefgehen, werden wir uns auf Fehlersuche begeben, bis wir den Test bei "Erfolge" vermerken können.

Betriebssystem Erfolge Misserfolge
Windows 7 64Bit 3 0
Windows 7 32Bit 3 0
Windows Vista 32Bit 1 0
Windows XP 32Bit 2 0
Ubuntu 10.10 1 0
Ubuntu 11.04 1 0
MacOS 10.6 2 0
Tiny Core Linux 3.6 1 0
Windows Mobile 2003 0 1

An diejenigen, die sich bei uns schon als Tester gemeldet haben, geht heute Abend noch eine Mail mit dem Prototypen und einer kurzen Anleitung heraus. Ihr könnt euch aber zu jedem Zeitpunkt bei uns melden, wenn ihr schauen möchtet, ob smartSound bei euch funktionieren wird. Einzige Bedingung: Ihr müsst uns verraten, ob's geklappt hat.


Das war jetzt nach langer Pause also unser Beitrag zum Technikprototypen. Wir haben mit der Plattformunabhängigkeit eine große Hürde genommen und werden uns jetzt um die Auswertung der folgenden Testergebnisse kümmern. Währenddessen werden wir die Benutzeroberfläche ins Auge fassen und uns somit der Frage stellen, was smartSound nun eigentlich alles können soll. Bis dahin freuen wir uns wie immer über Kommentare und Anregungen jeglicher Art.

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